DJ Hell
07.11.2026, 23:16 von Redaktion
Helmut Josef Geier, besser bekannt als DJ Hell, wurde 1962 in Altenmarkt an der Alz in Bayern geboren und begann nach eigener Darstellung 1978 mit dem Auflegen. In München stand er unter anderem im Park Café und im Tanzlokal Größenwahn hinter den Decks. 1987 organisierte er laut Wikipedia die erste Acid-House-Party der Stadt, ein früher Fingerzeig auf das, was bald kommen sollte.
Auf Platte machte er sich zunächst mit My Definition of House Music (1992, R&S) einen Namen, einem Clubhit mit über 100.000 verkauften Exemplaren. Sein Debütalbum Geteert & gefedert erschien 1994 bei Disko B, gefolgt von Munich Machine (1998). Dieses Album wird in der englischsprachigen Presse als wichtiger Anstoß für den Electroclash beschrieben, eine Wertung, die man ruhig mit einer Prise Vorsicht lesen darf.
Dauerhafter wirkte er als Labelchef. 1996 gründete er in München International Deejay Gigolos, kurz Gigolo Records, und war dort Kopf, Talentscout und Art Director in einer Person. Bis 2016 erschienen über 300 Platten, darunter Veröffentlichungen von Jeff Mills, Miss Kittin & The Hacker, Dave Clarke, Tiga und Vitalic. Das Duo Fischerspooner wurde von ihm entdeckt, sein Debüt kam auf Gigolo heraus.
Hell zog zwischendurch nach New York und Berlin (1993 und 1994 laut Wikipedia), bleibt aber das Gesicht des bayerischen Technos. 2003 wählte ihn das Magazin GQ zum Mann des Jahres in der Kategorie Musik, und 2009 wurde er mit Teufelswerk für zwei Echo-Preise nominiert.
Für die Szene von 1990 bis 2010 steht er für ein Techno, das Mode, Kunst und Pop selbstbewusst mit dem Club verband und der deutschen Elektronik international ein eigenes Gesicht gab.
Quellen: https://en.wikipedia.org/wiki/DJ_Hell; https://de.wikipedia.org/wiki/DJ_Hell
IchWillTechno.de, gedruckt am 08.11.2026, 15:32