Paul van Dyk

07.11.2026, 23:16 von Redaktion

Paul van Dyk, bürgerlich Matthias Paul, kam 1971 in Eisenhüttenstadt zur Welt und wuchs ab dem Schulalter in Ost-Berlin auf. Elektronische Musik lernte er in der DDR vor allem über Westradio und überspielte Kassetten kennen. Kurz vor dem Mauerfall, am 1. November 1989 nach der deutschen Wikipedia, verließ er mit seiner Mutter die DDR und lebte zunächst in Hamburg, bevor es ihn zurück nach Berlin zog.

In Berlin legte er im März 1991 erstmals auf, bei den Dubmission-Partys im Club Turbine und im gerade eröffneten Tresor. Seinen Künstlernamen soll er laut englischer Wikipedia gewählt haben, weil er viele belgische Platten spielte. Mit Cosmic Baby nahm er als The Visions of Shiva die Platte "Perfect Day" auf, erschienen beim Berliner Label MFS. Auch sein erstes Album "45 RPM" erschien dort 1994, und mit seinem Remix von Humates "Love Stimulation" 1993 bekam er breitere Aufmerksamkeit.

Der internationale Durchbruch gelang 1998 mit "For an Angel", einem Stück vom neu aufgelegten "45 RPM", das in den britischen und deutschen Dance-Charts Platz eins erreichte. Ab 1998 oder 1999, die Quellen nennen unterschiedliche Jahre, betrieb er sein eigenes Label Vandit Records. Der Berliner Club E-Werk, in dem er bis zur Schließung 1997 regelmäßig auflegte, bleibt mit seiner Karriere verbunden.

Später kamen Remixe für Künstler wie New Order und U2 hinzu, seine Radioreihe "Vonyc Sessions" und 2003 die erste Grammy-Nominierung in der neu geschaffenen Kategorie für elektronische Alben, "Reflections". 2005 und 2006 wählte ihn das DJ Magazine zur Nummer eins der Welt. Für die Szene steht Paul van Dyk für den Berliner Trance der Neunziger und dafür, dass ein DJ aus Ost-Berlin zum weltweit gebuchten Star werden konnte.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_van_Dyk; https://en.wikipedia.org/wiki/Paul_van_Dyk

IchWillTechno.de, gedruckt am 08.11.2026, 15:40