Jeff Mills
07.11.2026, 23:16 von Redaktion
Jeff Mills, geboren am 18. Juni 1963 in Detroit, startete als Radio-DJ unter dem Namen The Wizard. In Detroit legte er schnell, präzise und mit enormer Energie auf; bis heute ist er für sein Mixen mit häufigen Plattenwechseln berühmt. Ende der Achtziger wirkte er bei Final Cut mit, einem industriellen Projekt mit Anthony Srock.
Als Mitgründer von Underground Resistance prägte er mit Mike Banks und Robert Hood den harten, politischen Flügel des Detroit-Techno. 1991 verließ er das Kollektiv und ging eigene Wege. Anfang der Neunziger gründete er das Label Axis Records, später folgten Unterlabels wie Purpose Maker (1995) und Axis 9 (2001). Sein Sound verband die dunkle Atmosphäre Detroits mit experimentellen, futuristischen Strukturen; "The Bells" von der Kat Moda EP zählt zu seinen größten Stücken.
Deutschland spielt in seiner Laufbahn eine große Rolle: Nach seinem Abschied aus Detroit war er Resident im Berliner Tresor, und auf dem Berliner Label Tresor Records erschien sein Album "Waveform Transmission Vol. 1". Jahrgangsangaben zu dieser Platte nennen die Quellen unterschiedlich (1992 und 1993). 2000 vertonte er dort Fritz Langs Stummfilm "Metropolis"; das Echo reichte von Lob bis Kritik.
Später öffnete sich Mills zunehmend Film und Orchester. 2005 vertonte er Buster Keatons "The Three Ages" und trat mit dem Orchester aus Montpellier am Pont du Gard auf, dokumentiert auf der DVD "Blue Potential" (2006). Für die Szene ist er der Beweis, dass Techno mehr sein kann als Clubmusik: Konzept, Zukunftsbild und handwerkliche Strenge.
Quellen: https://en.wikipedia.org/wiki/Jeff_Mills; https://de.wikipedia.org/wiki/Jeff_Mills
IchWillTechno.de, gedruckt am 08.11.2026, 15:50